E e y e n e r d e

ein sanfter Klang
ein leises Lispeln
der wogenden Kronen
und ich blättere im Laub
ein gläserner Gesang
ein weises Wipfeln
Windspiele viele
aber du bist dafür taub
wie kannst du dich dem Zauber entziehen
wie kannst du ihm fliehen
kannst du nicht sehen
wie nach dem stillen Regen
die Tropfen wie Wunderkerzen blühen
kannst du nicht fühlen
wie sich Funken entwickeln
und in uns wie Brausepulver prickeln

Einen Augenblick festhalten.
Wie ich ihn erlebe, durch meine Augen sehe.
Wie er sich anfühlt. Wie er atmet.
Die Stimmung. Das Licht. Seinen Schatten.
Die Welt wie sie mich beeindruckt,
mir Weitblick und Einblicke schenkt.

Wir sehen Bewegung, kein Standbild.
Wir sehen funkelndes Licht,
dunstige Schatten und blendende Schönheit.
Unsere Augen sehen mehr und anders,
weil durch sie unsere Seele schaut.

Mich fasziniert Licht, Wasser und Atmosphäre,
ein Augenblick, ein Wimpernschlag, ein Moment.
Wie kann man das Gefühl des Sehens,
einen Sinneseindruck, eine Wahrnehmung einfangen?

Der Ausschnitt oder Kontext, den wir wählen,
öffnet ein Fenster, eine Sicht auf die Welt,
verschließt aber eine Tür, den Blick auf eine andere.

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